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Verkehrsminister Winfried Hermann bei albgut und Paravan

„New mobility“ trifft auf Tradition. Paravan und albgut kooperieren im Bereich autonomen Fahren – Testrecke im alten Lager. Paravan präsentiert erstes TÜV-zertifiziertes Motionboard mit Space-Drive-System.

MÜNSINGEN/ PFRONSTETTEN-AICHELAU. Mit einem autonom fahrenden Bus die Gäste über das weitläufige und weitgehend autofreie albgut-Gelände chauffieren – noch ist das eine Vision von den Machern. Doch diese Zukunft ist zum Greifen nah. Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann diskutierte mit albgut-Geschäftsführer Franz Tress sowie Paravan-Geschäftsführer Roland Arnold über die innovativen Entwicklungen im Bereich New Mobility und Tourismus. Darüber hinaus werden die beiden Unternehmen in Zukunft kooperieren, mit einer neuen Paravan-Teststrecke, direkt im alten Lager auf dem albgut-Gelände.

„Entwickler und Tüftler aus Baden-Württemberg haben das Auto und das Fahrrad erfunden,“ so Winfried Herman MdL, Minister für Verkehr Baden-Württemberg „und engagierte Menschen tragen dazu bei, dass weiterhin Mobilitätskonzepte für die Zukunft aus Baden-Württemberg kommen. In der geschützten Testumgebung hier auf dem albgut-Gelände kann die Technik intensiv erprobt werden. Wichtig ist, dass dabei insbesondere verkehrliche und ökologische Auswirkungen untersucht werden. Ich war beindruckt zu erleben, was bereits heute möglich ist, wenn sich Menschen mit Visionen zusammentun und einfach mal machen“ so der Minister weiter. Zudem sprach er die Einladung aus, das autonome Fahrzeug der Firma Paravan auch auf dem kürzlich eröffneten Testfeld für autonomes Fahren (taf-bw.de) zu testen.

„albgut soll mit einem nachhaltigen Tourismuskonzept die Biosphäre erlebbar machen“, sagt Franz Tress, Geschäftsführer der albgut GmbH. Für Besucher aus der Region werden familienfreundliche Angebote, beispielsweise mit Tieren – perspektivisch wird ein Schaubauernhof mit heimischen Nutztieren entstehen – sowie Sportangebote, wie Disc Golf oder ein E-Bike-Parcours. Bereits im Juni eröffnen die Macher des Lagerhauses an der Lauter ein Café in der königlichen Post im Alten Lager. Alles rund ums Schaf von der Schur zum fertigen Kleidungsstück ist bei albgut zu erleben. Mit Produkten aus der Region, gläsernen Produktionen, wie die Essigherstellung, Nudelmanufaktur oder Caférösterei in den ehemaligen Mannschaftsunterkünften folgen. Bereits heute hat das Albmalermuseum mit Sonderausstellungen geöffnet, zwei weitere Kunsthäuser sind in Planung. „Eine autofreie Kleinstadt mit internationalen Publikum“, das ist Franz Tress Vision. „Die Gäste sollen ihr Auto später einmal auf einem zentralen Parkplatz abstellen. Der Verkehr im autofreien Gelände des alten Lagers soll ausschließlich per autonomen Shuttle mit Elektroantrieb gelöst werden – 24 Stunden am Tag. Per App oder Knopfdruck geordert, sollen die Gäste beispielsweise autonom von ihrem Zimmer zum Frühstück oder zu anderen Attraktionen auf dem Gelände chauffiert werden, eine Art CLOUi-City. „Wir verknüpfen die Welt, wie sie vor 100 Jahren war, mit der Schönheit der Natur und einer hochtechnisierten Mobilitätslösung. Wir wollen eine gemeinsame Entwicklung von der Schwäbischen Alb.“

„Das Albgut-Gelände eignet sich aufgrund seiner Kleinstadtstruktur optimal als Teststrecke“, sagt Paravan-Geschäftsführer Roland Arnold. Das Motionboard ist das erste straßenzugelassene Fahrzeug, welches ganz ohne Lenksäule auskommt. „Hier wurde die Drive-by-wire-Technologie ‚Space-Drive II‘ – eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren zur Steuerung von Gas, Bremse und Lenkung – konsequent weiter entwickelt, ausgestattet mit der entsprechenden Elektronik und Sensorik für das autonome Fahren“.
Das Fahrzeug dient Paravan zu Forschungszwecken, zur Weiterentwicklung der eigenen Technologien sowie mit Schwerpunkt in der Behindertenmobilität. „Das autonome Fahren wird auch diesen Bereich tiefgreifend verändern, egal ob es um deutlich bessere Möglichkeiten bzw. Alternativen der Fortbewegung in der Behindertenmobilität geht oder inklusive Mobilitätskonzepte“, so Arnold. Der Anwendungsbereich ist vielfältig. Die Plattform kann gleichermaßen im innerstädtischen Nahverkehr, im Bereich Tourismus als People- oder in der Industrie als Cargomover eingesetzt werden.

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