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Eröffnung des „Testfeldes Autonomes Fahren Baden-Württemberg" in Karlsruhe

Paravan präsentiert Drive-by-Wire-System Space-Drive II. Drive-by-wire eine der Kerntechnologien für das autonome Fahren.

KARLSRUHE/ PFRONSTETTEN-AICHELAU. „Einsteigen, Ziel nennen, hingefahren werden“ - was heute noch wie in einem Sciencefiction-Film klingt, könnte im nächsten Jahrzehnt Realität werden. Eine Schlüsseltechnologie, die solche Visionen überhaupt möglich mache, ist ein verlässliches und redundantes Lenksystem, wie das ausfallsichere drive-by-wire System „Space Drive“ von Paravan, welches die Tüftler aus Pfronstetten-Aichelau im Rahmen der Eröffnung des „Testfeldes autonomes Fahren Baden-Württemberg“ (TAF-BW) am 4. Mai in Karlsruhe präsentieren.

„Wir haben das straßenzugelassene und zertifizierte Lenksystem und sind mit dieser Entwicklung weit in der Zukunft“, sagt Paravan-Gründer Roland Arnold. Neben ZF Friedrichshafen und Bosch, ist Paravan einer der Zulieferer in Baden-Württemberg, welcher eine der Schlüsseltechnologien für das autonome Fahren bietet. Mit der Drive-by-wire-Technologie zur Steuerung von Gas, Bremse und Lenkung bietet Paravan als weltweit einziger Hersteller ein voll redundantes System an, das nach den höchsten Qualitätsrichtlinien zertifiziert ist und über eine TÜV- bzw. Straßenzulassung verfügt. Einsetzbar für das autonome Fahren in Stufe 4 und 5, vollautomatisiert bzw. fahrerlos.

Ein Produkt, entstanden aus der Behindertenmobilität, wo diese Redundanzen schon immer zwingend benötigt werden. „Ein Behinderter ohne intakten Gliedmaßen oder mit einem hohen Querschnitt kann im Ernstfall nicht einfach in das Lenkrad greifen“, sagt der Geschäftsführer. „Auch in der Behindertenmobilität rücken autonome Mobilitätslösungen verstärkt in den Vordergrund. In diesem Sinne forscht Paravan an Lösungen für eine intelligente Mobilität bzw. Behindertenmobilität.“

Spätestens seit den Unfällen von Uber und Tesla, rückt die Sicherheitsproblematik und somit auch redundante Systeme zur Steuerung des Fahrzeugs – jenseits von Sensorik und künstlicher Intelligenz – immer mehr in den Vordergrund. Zudem kann mit dem Lenksystem – „Steer-by-wire“ – auf eine formschlüssige mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Laufrädern – der Lenksäule – verzichtet werden. Das ermöglicht eine völlig neue und flexible Innenraumgestaltung. Vor allem die hochentwickelte Sicherheitsarchitektur und die flexiblen Schnittstellen zum System, mit dem die Anbieter unterschiedlichster Sensorik und Fahr-Klassen auf das System zugreifen können, macht es einzigartig für Entwickler. „Hinzu kommt die langjährige Erfahrung, mit 7 000 Systemen und über 500 Mio. Straßenkilometern“, ergänzt Wolfgang Bern, bei Paravan zuständig für die Entwicklung autonomer Mobilitätskonzepte.

Im Paravan Mobilitätspark werden Prototypen, Versuchsträger und Showcars namhafter Automobilhersteller und Zulieferer mit SPACE DRIVE II, einem abgestimmten drive-by-wire-/ steer-by-wire-System (Hardware und Software) ausgestattet. „Ein entscheidender Bestandteil des Systems ist das Schnittstellenmanagement zwischen Sensorik, Fahrintelligenz und drive-by-wire Technologie“, sagt Bern, hier arbeiten die Paravan-Ingenieure an individualisierten Software-Lösungen.

Auf dem TAF-BW können zukünftig Firmen und Forschungseinrichtungen diese zukunftsorientierten Technologien und Dienstleistungen rund um das vernetzte und automatisierte Fahren im alltäglichen Straßenverkehr erproben, etwa automatisiertes Fahren von Autos, Bussen oder Nutzfahrzeugen wie Straßenreinigung oder Zustelldienste. Zudem lassen sich die regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen fortschreiben. Dafür wurden unter anderem Verkehrsflächen unterschiedlichster Art vorbereitet, hochgenaue 3-D-Karten erzeugt sowie Sensoren zur Echtzeiterfassung des Verkehrs und dessen Einflussfaktoren installiert.

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