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Selbstfahrendes Mini-Bus Projekt "OLLI" im TV

Avatar of adm_nerz adm_nerz 03. November 2016 Technik

Selbstfahrendes Mini-Bus Projekt "OLLI" im TV

In knapp eineinhalb Jahren sollen die ersten autonom fahrenden Fahrzeuge zwischen Karlsruhe und Heilbronn unterwegs sein. Das Land fördert das Testfeld mit 2,5 Millionen Euro.

Das Interesse war riesig: Zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren bei der Autftaktveranstaltung zum Testfeld dabei. Dort betonte der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann: "Die Nutzung des Autos wird sich sehr stark verändern. Denn diese Technologien gehen auch in den öffentlichen Verkehr, bei Bussen und Bahnen, ein. Es wird in Zukunft auch um die Mischung von Individual- und öffentlichem Nahverkehr gehen. Denn wenn wir nur das Auto verändern, dann lösen wir die Grundprobleme in den Städten, nämlich zu viele Autos und Stau, nicht."

Es geht um die Mobilität der Zukunft

Ein Jahr lang werden nun die technischen Voraussetzungen geschaffen. An Kreuzungen müssen Sensorknoten aufgebaut und Ampelanlagen umgebaut werden. Über Glasfaser entsteht eine intelligente Infrastruktur. Neben dem Stadtverkehr sollen auch Abschnitte der A5 und A8 einbezogen werden. In 17 Monaten sollen dann die ersten autonomen Fahrzeuge über die Straßen rollen.

Natürlich werden auf dem Testfeld immer Fahrer an Bord sein, die im Notfall eingreifen können. Doch für den Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbunds, Alexander Pischon, der autonome Mini-Busse testen wird, ist ein fahrerloser Mini-Bus in ein paar Jahren durchaus schon vorstellbar: "Wenn wir in vier bis fünf Jahren in die Reife kommen, dann ist die Idee, in Schwachlastgebieten und in Randzeiten zunehmend diese Kleinbusse einzusetzen. Ziel ist am Ende das Ganze ohne Fahrer zu machen."

Autonomes Fahren - Baden-Württemberg soll führend sein

Das Testfeld im Großraum Karlsruhe wird in den kommenden Jahren stetig ausgebaut. Außerdem ist es offen für alle Industriebetriebe und Forschungseinrichtungen rund um das autonome Fahren. Verkehrsminister Hermann möchte, dass Baden-Württemberg Leitanbieter in Sachen autonomes Fahren wird – mit einem Testfeld, das alle Straßen- und Verkehrsarten umfasst und es so möglich macht, die Technik unter realen Verkehrsbedingungen zu erproben.

Gut vier Millionen Euro kommen von einem Konsortium aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Kommunen, die hinter dem Testfeld stehen. Später werden weitere Gelder aus der Automobil- und IT-Branche hinzukommen, die das Testfeld nutzen werden. Für dessen Betrieb wird in circa einem Jahr der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) zuständig sein.

Die Region um Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn hatte erst im Juli 2016 den Zuschlag als Testregion für autonomes Fahren erhalten. Dafür beworben hatten sich auch die Regionen Stuttgart und Ulm.

(Quelle SWR Mediathek)

 

Mehr Informationen zur Ausstattung und den Funktionen des autonomen Minibusses erfahren sie hier.

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